ATHEER ADEL - schauspieler

Atheer Adel - Lilie2A PR

Foto: Mirjam Knickriem
Schauspiel-Agentur: Agentur Carola Studlar

Atheer Adel, 1985 im Irak in Bagdad als Sohn eines Musikers und einer Regieassistentin und Set-Gestalterin geboren und seit Mitte der 90er Jahre in Deutschland lebend, erlangte nicht zuletzt durch seine Rolle als Hacker Numan in der US-Erfolgsserie „Homeland“ (S5) auch internationale Anerkennung als Schauspieler.

Seine Liebe zum Film entdeckte er bereits als Kind durch die gemeinsamen Filmabende mit seinen Eltern und deren Leidenschaft für das Hollywood-Kino. Doch zum Schauspiel fand der Multiinstrumentalist eher über die Musik. Seine Ausbildung begann der in München aufgewachsene Schauspieler 2006 an der privaten Schauspielschule ETI in Berlin, bevor er 2008 an die renommierte Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ wechselte, die er 2012 erfolgreich abschloss. Bereits während seines Studiums trat er in der Hamburger Kampnagelfabrik und im BAT Berlin in dem von Ewald Palmetshofer inszenierten Stück Helden unter der Regie des Nachwuchsregisseurs Roscha A. Säidow auf. Für seine darstellerische Leistung in dem Stück wurde er mit dem hochdotierten Vontobel-Preis geehrt. Direkt im Anschluss an sein Studium übernahm er die Rolle des Jochanaan in dem Einakter Salome am Schauspiel Frankfurt unter der Regie von Günter Krämer.

Seinen ersten Auftritt vor der Kamera hatte Adel in dem HR-Tatort „Wer das Schweigen bricht“ unter der Regie von Ed Berger, der ihn für seinen Kinofilm JACK (2014) erneut besetzte. 2014/2015 nahm Adels Karriere vollends Fahrt auf: Für Regisseur Krzystof Łukaszewicz übernahm er in dem polnischen Kinofilm KARBALA die Rolle des Farid und trat in zwei Episoden der hochgelobten deutschen TV-Serie „Blochin“ auf, bevor er in der fünften Staffel der Serie „Homeland“, als Computer-Hacker Numan in Erscheinung trat. Bei den Screen Actors Guild Awards 2016 wurde das 12-köpfige Ensemble dieser Staffel in der Kategorie „Bestes Schauspielensemble in einer Dramaserie“ nominiert.

2016 konnte man Atheer Adel neben einem Auftritt im Dortmunder „Tatort: Zahltag“ (Regie: Thomas Jauch) in der angesehenen und mit dem Prix Europe und der Rose d’Or ausgezeichneten norwegischen Serie „Nobel“ unter der Regie von Per-Olav Sørensen sehen. Des Weiteren übernahm er eine Nebenrolle in der Dave Eggers-Verfilmung EIN HOLOGRAMM FÜR DEN KÖNIG (Regie: Tom Tykwer). Es folgten Engagements im „Polizeiruf 110: In Flammen“ (2017), in dem man ihn an der Seite von Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner in der Rolle eines Referenten einer rechtspopulistischen Politikerin sieht, sowie ein Episoden-Auftritt in der Erfolgserie „Deutschland 86“ (2018). 2019 war Atheer Adel in der Rolle eines arabischen Clan-Chefs an der Seite von Nadja Uhl und Dirk Borchardt in dem ZDF-Krimi „Gegen die Angst“ unter der Regie von Andreas Herzog sowie in dem Dresdener „Tatort: Nemesis“ unter der Regie von Stephan Wagner zu sehen. 2020 folgte eine Ensemble-Hauptrolle in dem dystopischen Fernseh-Vierteiler „Deutscher“ (Regie: Simon Ostermann, Sophie Linnenbaum).

Neben der Arbeit vor der Kamera sind Adel regelmäßige Engagements im Theater wichtig. So stand er 2014/2015 unter der Regie von Laura Huonker im Theater Baden-Baden für Angst essen Seele auf und 2019 in dem Stück Extrawurst unter der Regie von Guntbert Warns im Berliner Rennaissance Theater auf der Bühne.

Zu Adels aktuellen Projekten zählt der im Frühjahr 2021 abgedrehte TV-Film „Die Welt steht still“, basierend auf einem Drehbuch von Dorothee Schön unter der Regie von Anno Saul, in dem es um eine Intensivmedizinerin in der Corona-Krise geht. Des Weiteren wird man ihn ab 2021 im Hauptcast der beliebten TV-Reihe „Notruf Hafenkante“ sehen können. Im Frühsommer sind zudem die Dreharbeiten zu der europäischen Ko-Produktion BAGDAD MESSI geplant, für die Atheer Adel eine Hauptrolle übernommen hat.

Neben der Schauspielerei tritt Adel auch als Musiker in Erscheinung. Atheer Adel lebt in Berlin.