tom lass - schauspieler und Regisseur

Tom Lass - Lilie2A PR

Foto: Niklas Vogt
Künstler-Agentur: Schwanenberg

Tom Lass, seines Zeichens filmischer Alleskönner, wurde für seine improvisiert entstandenen Filme bereits mehrfach ausgezeichnet. In seinen Filmen, in denen er Regie führt, die Hauptrolle spielt und schneidet, versammelt er eine Gruppe von Filmschaffenden um sich, die meist ohne Drehbuch, allerdings mit unbändiger Spielfreude, Werke von hoher Authentizität und spürbarem Zusammenhalt realisieren. Lass selbst beschreibt diesen kreativen Stil als „absichtliches Zufallsprodukt“. Seit er 15 ist, steht der 1983 in München geborene Regisseur und Schauspieler ebenfalls vor der Kamera. In den Teenie-Komödien HARTE JUNGS (2000), KNALLHARTE JUNGS (2002), DIE NACHT DER LEBENDEN LOSER (2004) sowie „Klassenfahrt – Geknutscht wird immer“ (2004) stellte er sein Können als Nachwuchsschauspieler unter Beweis. In Toke C. Hebbelns fantastischem Regiedebüt „NimmerMeer“ (2006), das 2007 mit dem Studenten-Oscar® ausgezeichnet wurde, übernahm Lass eine Nebenrolle. Für Marie Reich, Absolventin der HFF München, war er zudem in ihrem Kurzfilm MUSIK NUR WENN SIE LAUT IST (2005) zu sehen, der den Murnau-Kurzfilmpreis erhielt. In Nico Sommers vielgelobten, dokufiktionalen Regiedebüt STILLER FRÜHLING (2007) mimte Lass den jungfräulichen Sebastian auf der hoffnungsvollen Suche nach einer ersten Freundin. Kurz hiernach begann Lass mit der Arbeit für seinen ersten Spielfilm PAPA GOLD (2010), der 2011 auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis uraufgeführt wurde und mit dem Preis des Verbands der deutschen Filmkritik sowie einer Nominierung für den First Steps Award geehrt wurde. PAPA GOLD thematisiert das Erwachsenwerden zweier Generationen, die der Casanova Denny (Tom Lass) und sein Stiefvater Frank (Peter Trabner) auf ebenso komische wie konfliktreiche Art erleben. Mit Hang zum bittersüßen Charme erzählt Lass in seinem zweiten Film KAPTN OSKAR (2014) die Geschichte von Oskar (Tom Lass), Masha (Amelie Kiefer) und Alex (Martina Schöne-Radunski), die mehr durchs Leben stolpern als gehen. KAPTN OSKAR erhielt auf dem Filmfest Oldenburg 2014 den German Independence Award. Für seinen dritten Langfilm BLIND & HÄSSLICH (2017) konnte Lass mit Eva Löbau, Robert Gwisdek, Anna und Dietrich Brüggemann sowie Axel Ranisch ein herausragendes Ensemble gewinnen und wurde hierfür beim Filmfest Oldenburg 2017 mit einem Ensemble-Preis gewürdigt. Seine Hauptdarstellerin, Naomi Achternbusch, Tochter des Anarcho-Autorenfilmers Herbert Achternbusch, feiert ein beeindruckendes Kino-Debüt in ihrem ersten Langspielfilm. Für die „ausgewogene Mischung aus Drama, Komödie und Romanze, sowie die gelungene Besetzung“ vergab die Jury des Verbands der internationalen Filmkritik beim Filmfest München 2017 den FIPRESCI-Preis an BLIND & HÄSSLICH. Wie auch in seinen vorhergehenden Filmen beschäftigt sich Tom Lass in BLIND & HÄSSLICH mit großer Authentizität mit den Problemen zwischenmenschlicher Beziehungen. Durch die absurde Komik – häufig ausgelöst durch den Improvisationsstil – die sich gleichzeitig durch sein Werk zieht, sind seine Filme dabei alles andere als schwermütig, sondern lassen die Betrachter stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Vor der Kamera sah man Lass zuletzt in Helene Hegemanns Verfilmung ihres Bestsellers AXOLOTL OVERKILL (2017) sowie in den beiden vielgelobten Tatort-Folgen „Stau“ (2017) und „Murot und das Murmeltier“ (2019) von Regisseur Dietrich Brüggemann. Für FUNK hat Lass als Regisseur für 3 Folgen der erfolgreichen YouTube-Serie DRUCK fungiert, die 2019 veröffentlicht wurde. Die Serie basiert auf einer norwegischen Vorlage „SKAM“ und handelt von der ersten Liebe, Freundschaft, Mobbing und weiteren Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens. 2020 inszenierte er gemeinsam mit Pola Beck während des Lockdowns in der Corona-Krise für ZDF neo die Serie “Liebe.Jetzt”, für die er per Zoom seine Regie-Anweisungen gab. Die Serie wurde bereits im April 2020 mit großem Erfolg ausgestrahlt. Lass bietet seit mehreren Jahren Impro-Workshops für seine Schauspielkollegen an und arbeitet kontinuierlich mit einem „festen Ensemble“.